Für Handwerkskunst mit Herz. Garantiert ohne Tricks.

Für Handwerkskunst mit Herz. Garantiert ohne Tricks.

Christian Hintersteininger aus Tragwein ist für seinen Weideschwein-Prosciutto weit bekannt. Hinter all seinen Fleisch- und Wurstwaren steckt noch weit mehr als nur Gaumenfreuden. Auch das Tier und dessen artgerechte Haltung bedeuten dem Fleischermeister alles.

Christian Hintersteininger will nämlich Gaumenfreuden bereiten, und das, wie er sagt, ohne zu „tricksen“. Seit 2017 verwendet er daher nur mehr Fleisch aus biologischer und kleinstrukturierter Landwirtschaft. Zudem verarbeitet er dieses mit ausschließlich eigens zusammengestellten Gewürzmischungen aus ethisch korrekter Herkunft und bedacht darauf, den Einsatz von Haltbarmacher zu vermeiden. Für Christian ist seine Arbeit Handwerkskunst, die für ihn nur bis zu einer gewissen Betriebsgröße möglich ist. Als Fleischermeister sagt er Danke zum Landwirt, Danke zum Tier und Danke zum Kunden, der seine Produkte für gut empfindet. Dies habe, so Christian, mehr Auswirkungen als man glaubt und sei die Grundbasis für eine bewusste Lebensmittelverarbeitung.

„Meine Kunden sind meine Kontrolleure“

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In dieser Philosophie ist zu erkennen, Christian denkt vernetzt und nicht bloß an das Endprodukt. Es ist ihm wichtig, „aus dem Herzen biologisch zu produzieren“, ohne einer Bio-Zertifizierung im Rücken, die durch ihr Reglement Stress und impraktikable Arbeitsweisen mit sich bringe. Daher sind Hintersteininger‘s Gaumenfreuden zwar seit 2017 nicht mehr Bio zertifiziert, allerdings bezieht er sein Fleisch heute rein von Bio-Landwirten, die auf artgerechte Tierhaltung setzen. Somit ist bei ihm die Rückverfolgbarkeit immer garantiert. Dies sei für ihn nun der Weg „Lebensmittel für Menschen herzustellen“.

Außerdem weiß er für sich nur zu gut: „Meine Kunden sind meine Kontrolleure.“ Daher sind wir bei Grünhilde froh, Christian Hintersteininger mit seinen Fleisch- und Wurstwaren als wesentlichen Lieferanten im Boot zu haben: Lammfleisch, Würste, Prosciutto, Berner, Käsekrainer, Käsegriller und aller Arten von Schinken stellen für unsere Kunden eine breite Vielfalt an Waren aus Bio-Fleisch dar. Weideschwein-Frischfleisch kommt zudem fleißig in Grünhildes Küche zum Einsatz.

Ein Feinspitz mit Liebe zur Landwirtschaft

Obwohl Christian in einer Fleischhauer-Familie aufgewachsen ist, war seine Berufswahl für ihn nicht selbstverständlich. Als Feinspitz der Familie hat er sich schon in jungen Jahren die Jause immer selber gemacht – „für mich war der Gaumen schon immer wichtig“. Doch dass in ihm auch ein Landwirt steckt, zeigen zwei Beispiele aus seiner Kindheit und Jugend: So hat er gemeinsam mit seiner Großmutter deren Acker bewirtschaftet oder sorgte sich in seiner Freizeit um gut 60 Kaninchen. Dass er als 13-Jähriger aus diesen schließlich Leberkäse bereitet hat, zeigt nur allzu deutlich seine Berufung zum Fleischhauer. Ein weiterer Beweis dafür war sein Landessieg bei den Lehrlingswettbewerben. Unter anderem auch tätig als Produktionsleiter für 120 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Wien, wo täglich 50 Tonnen Wurst erzeugt werden, prägten ihn im Kontrast dazu Aufenthalte in Ordensgemeinschaften sowie ein beruflicher Zwischenstopp im Sozialbereich. Und so sagt er: „Biologisch und logisch gehören zusammen. Wir müssen mehr zur Natur zurück. Diese gilt für alle Bereiche des Lebens.“ So wusste er, als er den elterlichen Betrieb 2008 übernahm: Er musste zurück zu den Ursprüngen einer artgerechten Tierhaltung und daher dauerhafte Partnerschaft mit einzelnen Landwirten suchen. „Nur wenn ich Bauern finde, die meinen Weg gehen, bin ich Fleischer – ansonsten nicht“, war damals seine Devise.

„Wir zeigen, wie gut Schweinefleisch schmecken kann“

Gemeinsam mit seinen derzeit sechs Partnerbetrieben, die ihn mit Weideschweinen der Rasse Schwäbisches Landschwein beliefern, zeigt Christian Hintersteininger „wie gut Schweinefleisch eigentlich schmecken kann“. So ist zum Beispiel mittlerweile sein Steckenpferd, der Weideschwein-Prosciutto, weit über die Region hinaus bekannt.

 

Und obwohl der Marktanteil an Weideschwein-Waren von 0,5 % sehr gering ist, sind die Menschen zunehmend gewillt seine Werte zu unterstützen. Für Christian lebt und stirbt die Branche mit der Schweinehaltung. So sind circa Drei Viertel der 200 Wurstsorten die es in etwa gibt, ohne Schweinefleisch gar nicht herzustellen.“ Darum: „Das Tier und dessen Haltung ist wesentlich“ – für den Geschmack und letztlich für den zufriedenen Kunden.

Wer mehr über die Haltung von Weideschweinen und das Unternehmen von Christian Hintersteininger erfahren möchte, siehe: www.weideschwein.at oder folgenden Info-Film.

 

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