Alles für eine herzhafte Jause!

Alles für eine herzhafte Jause!

Der Tragweiner Bio-Betrieb Windischhofer hat eine Vielfalt zu bieten, die kaum mehr wo zu sehen ist.

Mit Ruhe, Besonnenheit und vor allem leuchtenden Augen spricht Jungbauer Johannes Windischhofer über seinen Bio-Hof. Ruhig geht es hingegen im Hintergrund gar nicht zu. Gerade findet ein Mostheuriger statt, der an fünf Wochenenden pro Jahr die Gäste mit selbstgemachten Köstlichkeiten aus eigener Produktion verwöhnt. Der Bio-Hof Windischhofer, vulgo Wögerer, in Tragwein steht für eine vielfältige landwirtschaftliche Produktion, die es mittlerweile nur mehr selten gibt. Die 20 Schweine, 100 Puten, 100 Legehennen, 15 Kalbinnen und 20 Kühe, Getreideanbau und ein großer Streuobstbestand bilden die Grundlage für eine Direktvermarktung, die kaum eine Lücke hinterlässt.

Dass damit sicherlich sehr viel Arbeit verbunden ist, wird bei den Bewirtschaftern des Hofes als selbstverständlich gesehen, ja sogar mit einem zufriedenen Lächeln abgewunken. Es funktioniert, weil die ganze Familie zusammenhilft und -hält. So engagiert sich beim Mostheurigen nicht nur die Kernfamilie, auch weitere Verwandte kellnern, belegen Jausenbrettln oder halten die Kinderschar in Schach.

Ein gut aufeinander abgestimmtes Team

Der Betrieb wird derzeit im Quartett geführt. Die Aufgabenverteilung ist nicht klar abgesprochen, denn jede(r) weiß, für was sie/er zuständig ist. So hat der noch junge Altbauer Franz sein Steckenpferd Most und Saft weiterhin inne. Seine Frau Barbara ist seit vielen Jahren die treibende Kraft hinter der Direktvermarktung mit eigenem Hofladen. Jungbauer Johannes ist für vor allem für die Feldarbeit und das Vieh zuständig. Seine Frau Lisa hat sich um die Büro- und auch Stallarbeit angenommen. Dennoch packt jeder überall mit an. So weiß auch jeder überall Bescheid.

 

Direktvermarktung mit breiter Produktpalette

Die Vielfalt am Hof der Windischhofer’s spiegelt sich auch bei den Produkten wieder, die es bei Grünhilde zu kaufen gibt: Verschiedenste Säfte wie Apfelsaft pur, naturtrüb oder Apfel-Birne-Karotte im 1 oder 5 Liter Bag in Box; Holunderblütensirup, für den Lisa und Barbara die Holunderstauden im Umkreis abklauben gehen; Weizen-, Dinkel- und Roggenmehl aus der eigenen Mühle mit Siebe; daraus gebacken das Bauernbrot, Vielkornbrot oder Dinkelroggenbrot; Nudelvariationen von den eigenen Eiern und Mehlen; Schließlich runden Topfen, Pfefferkugerl und Aufstriche wie Verhackertes und Bratlfett die Palette ab. Es gefällt, wenn es schmeckt.

Biologisch in zweiter Generation

Der Familienbetrieb wird bereits in zweiter Generation biologisch bewirtschaftet. „Bio ist eine Grundeinstellung“, sagt dazu Jungbauer Johannes. Im Jahr 1990 machten die damaligen Hofübernehmer Barbara und Franz Schluss mit dem Einsatz von anorganischem Dünger. Der Betrieb erhielt schließlich 2008 die Bio-Zertifizierung. Offen für die Direktvermarktung, waren Barbara und Franz auch von Anfang an beim Bauernladen und bei den Mostheurigen in Tragwein mit vollem Einsatz dabei. Auch Johannes ist es auch wichtig, viele landwirtschaftliche Produzentinnen und Produzenten aus Tragwein bei Grünhilde vertreten zu wissen und dort die eigenen Produkte unter die Leute bringen zu können.

„Dazu schaun muss man immer und überall“

Damit das ganze Jahr über Windischhofer’s Schmankerl zu haben sind, ist eine gut durchdachte Organisation, die mittlerweile ins Blut übergegangen ist, nötig. Einmal pro Monat werden Schweine im eigenen Schlachtraum geschlachtet, zerlegt und weiterverarbeitet. Frischfleisch und Speck sind heiß begehrte Waren. Vorbestellung ist daher immer gut. An zwei Tagen pro Woche wird Sauerteig für frisch gebackenes Brot angesetzt. Frischer Topfen muss begutachtet werden. Zu tun gibt es rund um die Uhr, „dazu schaun muss man immer und überall“, so Barbara. Platz ist trotzdem für individuelle Spielereien, wie einer kleinen Speisekürbis- und Zucchiniplantage oder Experimente mit Frischkäse.

Umstellung auf Heumilch-Betrieb

Aktuell stellen die jungen Nachfolger übrigens den Betrieb auf Heumilch um. Der neue geplante Laufstall für 40 Milchkühe und der dafür benötigte Heuboden sind fast fertig. Sind die Kühe bereits jetzt bei der Anbindehaltung um die 180 Tage im Jahr im Freien, wird in Zukunft trotz Laufstall noch mehr auf Weidehaltung gesetzt. Das Projekt ist noch im entstehen. Grünhilde und Team freuen sich schon jetzt auf Tragweiner Bio-Heumilch-Produkte für unsere Kundinnen und Kunden.

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