Biofisch von den „Quellteichen“ – jede Woche frisch aus Tragwein

Biofisch von den „Quellteichen“ – jede Woche frisch aus Tragwein

Fisch ist gesund und soll bekanntlich ein bis zweimal pro Woche auf den Tisch kommen. Wer seinen Fischkonsum ökologisch und nachhaltig ausrichten möchte, ist mit regionaler Herkunft gut beraten. Grünhilde hat daher die „Quellteiche“ ins Boot geholt. Alfred Kapplmüller und Thomas Mayrwöger sorgen für ausreichende Zufuhr an Omega-3-Fettsäuren.

Ruhig ist es hier unten im Kettenbachtal. Nur ein leises Plätschern ist zu vernehmen. Idyllisch spiegeln sich die dunkelgrünen hohen Nadelbäume im Wasser einer gepflegten Fischteichanlage. In zwei großen Karpfenteichen mit je circa 2000 Quadratmetern tummeln sich Karpfen, Schleie und Welse. Noch heißt es bei diesen Fischen abwarten, denn auf Grund des Hochwassers 2016 musste die gesamte Teichanlage wieder aufgebaut und der Fischbesatz neu bestückt werden. Doch gut, dass inmitten der beiden großen fünf kleinere Teiche, besetzt mit Saiblingen und Forellen, eingebettet sind. Diese kommen schon mit einem Gewicht von gut 30 dag aus dem Wasser. Einmal die Woche wird groß gefischt, die „Quellteiche“ haben eine stetig steigende Nachfrage zu bedienen.

„Um einen Fischteich zu bekommen, muss man ihn wirklich wollen“
Die „Quellteiche“ mit ihren biologisch zertifizierten Speise- und Besatzfischen gibt es seit 2010. Dahinter stehen die zwei Tragweiner Alfred Kapplmüller und Thomas Mayrwöger. Für beide ist die Sache mit den Fischen ein schönes Hobby, quasi „zur Beruhigung nach der Arbeit“. Ein Hobby, das Hobby bleiben soll, obwohl der Markt noch viel Potenzial nach oben hätte. Die „unkomplizierten und geraden“ Männer zeichnet eine „super Partnerschaft“ aus, wie Alfred betont. Doch in der Praxis wird alles gemeinsam geschupft: Der Zukauf von Fischen, das Füttern, Ausnehmen, Filetieren und Räuchern oder die Instandhaltung der Zäune und Netze zum Schutz vor den natürlichen Feinden Reiher und Otter. Bei Alfred begann die Fischerei aus reinem Interesse, aus Neugier heraus, die wohl Thomas in ihm geweckt hat. Denn die Idee eines Fischteiches gab es bereits 2006. Doch erst nach langwierigen bürokratischen Abwicklungen konnte der Fischteich gebaut werden. „Um einen Fischteich zu bekommen, muss man ihn wirklich wollen“, so Alfred mit einem Grinsen im Gesicht. Wo Alfred nun erst seit ein paar Jahren Fischerei-Erfahrung hat, hat Thomas schon von klein auf das Pernbachl im Aschberg unsicher gemacht und mit neun Jahren seinen ersten Teich von seinem Vater bekommen. Selbstverständlich ist aber für beide der sachte Umgang mit dem Fisch, der Natur, der Umwelt.

So frisch und naturbelassen wie nur möglich
Jeden Mittwoch ist bei den „Quellteichen“ der Entnahmetag. Für absolute Frische wird garantiert. Ein Kescher voll mit Saiblingen und Forellen geht pro Woche über den Ladentisch. Tendenz steigend. Auf Kundenwunsch sind die beiden mehr auf die Aufzucht von Saiblingen umgestiegen. Aber ihr größtes Gustostück sind sowieso die Räucherfische. Gut einen Tag werden die Fische dafür in Salzwasser eingelegt und anschließend mit Eichen- oder Buchenspäne geräuchert. „Wir haben viel experimentiert. Mit dem Endergebnis: So naturbelassen wie möglich. Dafür haben wir auch die besten Rückmeldungen bekommen“, so Alfred. Mit ihrer Qualität schwimmen sie ausgezeichnet. „Unser Ansinnen von Anfang an: Wir produzieren Qualität, wir machen keine Werbung; Wie es wächst, so wächst es“, erzählen die beiden. So ist die Nachfrage allein durch Mundpropaganda stetig gestiegen, aber mit Grünhilde nun explodiert. „Grünhilde gibt Kleinproduzenten wie uns die Chance ihre Produkte anzubieten und dadurch regional bekannt zu werden. Zudem können so kleinbäuerliche Strukturen erhalten bleiben“, sagt Thomas.

Ziel: Den Ursprung Bioregion Mühlviertel vom Ei bis zum fertigen Fisch
Um den Markt beliefern zu können, müssen zum Teil Fische zugekauft werden. Doch auch hier zeigt sich ein wesentliches Qualitätsmerkmal der „Quellteiche“: Die fertigen Fische werden drei Wochen lang gekeltert. Nur so ist garantiert, dass der Geschmack des Fischfutters – ein Merkmal einer zu starken Zufütterung – nicht im fertig gebratenen Fisch zu schmecken ist. Übrigens: Die Fische bei den „Quellteichen“ bekommen nur biologisches Fischfutter.

Und auch die Lieferanten der kleinen und großen Fische sind Bio. Nichtsdestotrotz, ein großes Ziel haben sich die beiden Fischer für die kommenden zwei Jahre gesetzt: Den Ursprung Bioregion Mühlviertel vom Ei bis zum fertigen Fisch.
Aber nun verlassen wir die Idylle der Teichanlagen. Denn die beiden Fischer wollen wieder ihre Ruhe. Und wer mal zufällig vorbeiwandert: Die Fische lassen sich lieber bei absoluter Stille blicken.


Tipp: „Petersilie gehört zum Fisch dazu. Sie sorgen für einen runden Geschmack“, sagt Alfred. Einfach den Fisch vor dem Braten mit den frischen Blättern füllen.

Kommentar schreiben

Deine Email-Adresse ist nicht sichtbar. Die notwendigen Felder sind mit * markiert.