Mona Eder – Eine mühlviertler Foodbloggerin

Mona Eder – Eine mühlviertler Foodbloggerin

„bon appetit“ auf eine feine mühlviertler Art

Sanft und mit einem freudigen Glanz in den Augen betritt eine Tragweinerin den Laden von Grünhilde und schaut ganz bewusst und mit Neugier umher, was es Neues zu entdecken gibt und womit sie ihren Zauber für ihre neuen regionalen kreativen Rezepte weiter führen kann. Es ist jedes Mal wunderbar, dieser Neugier und diesem Bewusstsein zuzuschauen, später die Ausführungen auf www.bonappetit-rosemarie.at nachzulesen und die feinen Rezepte mit Wonne auszuprobieren.

Grünhilde hat mit Mona Eder, der Tragweiner Foodbloggerin, ein Exklusiv-Interview führen dürfen. Darin spricht Mona nicht nur über „Regionalität“, sondern auch darüber, dass sie aktiv danach einkauft und kocht.

„Seit wann gibt es deinen Blog und wie bist du dazu gekommen?“
Mona: „Vor ca. zwei Jahren hab ich mir Gedanken zum Thema Kulinarik gemacht. Dieses Thema ist fest in unserer Familie verankert und habe mir dazu viel Wissen und Erfahrungen angeeignet. Früher haben Frauen dicke Rezeptbücher mit den alten Familienrezepten geschrieben und dann an die nächste Generation weitergegeben. In der modernen Form ist ein Blog so etwas wie das moderne Rezeptbuch.“

„Was gehört für dich zu einem guten Essen unbedingt dazu?“
Mona: „Ganz wichtig ist für mich die Kommunikation am Tisch. Ein gutes Tischgespräch gehört genauso zur Tisch und Lebenskultur. Bei Festen als GastgeberIn, wie auch beim täglichen Familienessen. Dabei geht es nicht um tiefsinnige Gespräche, sondern um einen wertschätzenden Umgang miteinander. Auch das was wir gerade essen, wie es zubereitet wurde, woher die Zutaten kommen, wo es eingekauft wurde und weiteres. So entsteht immer wieder eine wunderbare Dynamik zu einem guten Gesprächsstoff.“

„Was ist das Besondere an guten Gerichten?“
Mona: „Das Geheimnis eines wirklich guten Gerichtes liegt im Einfachen. Einfache Zutaten mit einfachen Gewürzen zu einem köstlichen Gericht zu vollenden, das ist das Besondere. Darum verwende ich keine Gewürzmischungen, die den Eigengeschmack von Fleisch, Fisch oder Gemüse zudecken. Auch mit einem zuviel an Knoblauch und Salz verlernen wir das Schmecken. Wir können unseren Geschmack schulen und mit weniger würzen lernen wir plötzlich wieder die besonderen Aromen auf dem Gaumen zu schmecken.“

„Was sind deine Erkenntnisse aus der Coronakriese?“
Mona: „Meiner Meinung nach gibt es zwei Lager. Die einen, die die Regionalität wirklich verstehen, danach leben und wirklich dahinter stehen. Und beim zweiten Lager ist das Wort Regionalität in der Zeit „aufgepoppt“, war auch eine Zeit ganz nett, und wird jetzt eigentlich wieder vergessen. Der konventionell-bequeme, teils auch „billigere“ und daraus ungesündere Weg wird weitergegangen.“

„Was muss sich deiner Meinung nach in der Gesellschaft ändern?“
Mona: „Auf jeden Fall grundlegendes! Nur weil es sehr modern ist, Avocados und Ananas auch in der Schlankheitsküche zu verwenden, mit angeblichen tollen Wirkungen, wird zum Beispiel in Südafrika der Urwald abgeholzt und mit Plantagen bepflanzt, den Einwohnern das Wasser abgegraben und damit die Lebensgrundlage entzogen. Mit fragwürdigen Handelsabkommen wird das noch unterstützt und vorangetrieben. Da muss die Politik eine andere Richtung einschlagen! Und auch wir können mit unserem Einkaufsverhalten dazu beitragen, solche Missstände nicht zu fördern. Aber auch bei uns im wunderschönen Österreich gibt es beim nachhaltigen Produzieren noch viel Luft nach oben.“

Grünhilde bedanken sich bei Mona für diese Gedanken und wünschen ihr weiterhin dieses bewusste Einkaufen, um den Glanz und die Freude in ihren Augen an jeden möglichen Tisch in der Region zu tragen! Der Respekt und diese wichtige Wertschätzung zur regionalen Arbeit und den Lebensmitteln wächst auf einem kostbaren Nährboden. Reden wir nicht nur davon – leben wir es, um die Region, das wunderbare Mühlviertel, nachhaltig zu stärken.

Mona stellt uns einige ihrer feinen Rezepte zur Verfügung und einen ihrer saisonalen Beiträge findet ihr als Link beigefügt. Wir wünschen euch viel Freude und Glanz an eurem Esstisch.

Rezepte:
Erdäpfel Schwammerl Suppe
Gefüllte Melanzani mit Schafskäse
Krautrouladen mit sonnengereiften Tomaten
Zwetschkenkuchen für Naschkatzen

Beitrag:
So schmeckt der Herbs

Regional. Saisonal. Genial.

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